Plakatieren

(aus PRISMA S. 50)

Plakate dienen häufig der Mobilisierung, zum Beispiel auf Demonstrationen. Sie können auf einen bestimmten Ort aufmerksam machen, als Erklärung bei anderen Aktionsformen zusätzlich eingesetzt werden oder auch um Werbe- oder Wahlplakate zu verschönern. Mensch braucht dafür nicht viel: Eimer, Quast (Ein großer, bürstenartiger Pinsel; Anm. Für LⒶu Haus) und Kleister und los geht’s!

Zum Plakatieren haben sich verschiedene Klebemittel bewährt:

  • Ganz normaler Tapetenkleister ist meist ausreichend und billig.
  • Besonders bei durchwachsenem Wetter oder Nachttau hat sich eine Mischung aus drei Viertel wasserfestem Holzleim und einem Viertel Wasser hervorragend bewährt. Das Wasser sorgt dabei lediglich für bessere Streichfähigkeit des Leims. Das Klebemittel bindet relativ schnell ab (2 Std.) und lässt sich dann kaum noch lösen.
  • Wasserglas (Natriumsilicat) stellt eine sehr effektive Klebevariante dar, die sich besonders für das Bekleben von Glasscheiben eignet: Die Glasoberfläche wird angeätzt und bleibt beschlagen/milchig, auch wenn das Plakat wieder entfernt ist. Hierbei ist zu beachten, dass möglichst trockenes und warmes Wetter eine Grundvoraussetzung für das Gelingen eurer Aktion ist – auch Nachttau ist störend – sonst zieht dieser Kleber nicht an und das Plakat kann einfach wieder entfernt werden. Auch beschichtete Metallschilder (Verkehrsschilder) lassen sich damit effektiv verschönern. Wasserglas wurde in kühlschranklosen Zeiten zum Einlegen von Eiern benutzt. In der Keramik wird es als Klebstoff eingesetzt. […]
  • Nur bedingt zu empfehlen ist Sprühkleber. Er ist zwar leicht handhabbar, aber mensch braucht sehr lange um größere Flächen einzusprühen. Kurz nach dem Aufbringen der Plakate sind diese noch sehr einfach zu entfernen. Außerdem ist er sehr teuer (ca. 12 Euro pro Dose) und für den Alltagsgebrauch damit ungeeignet.

(ab hier Anm. des Für LⒶu Hauses)

Wenn ihr beim Plakatieren nicht durch einen Eimer Kleister und Quast auffallen wollt, könnt ihr den Kleister entweder in eine Plastiktüte füllen (es empfiehlt sich hier, mehrere Lagen zu verwenden, da diese häufig kaputt gehen), oder in eine PET-Flasche, in deren Deckel ihr ein kleines Loch bohren könnt, um den Kleister damit auf die zu plakatierende Fläche aufzubringen.

Alternativ könnt ihr euch aber auch einfach Warnwesten anziehen und eure Ziele – sofern diese nicht allzu verdächtig sind – ganz offen und wie selbstverständlich plakatieren. Vorübergehende Personen werden dann einfach annehmen, dass ihr ganz legal Werbeplakate anbringt.

Um ein Plakat an einer (möglichst glatten) Oberfläche anzbringen, streicht ihr zunächst die Fläche mit Kleister oder einer der oben genannten Alternativen ein. Anschließend legt ihr das Plakat locker auf diese Fläche und richtet es entsprechend aus. Schließlich streicht ihr mit dem Quast noch einmal über das Plakat. Achtet dabei vor allem darauf, dass die Ecken nicht abstehen.

Als Flächen bieten sich vor allem diverse Werbeflächen, Straßenschilder, Stromkästen, Schaufenster, usw. an, aber auch Hausfassaden können, sofern der Putz nicht zu Rau ist, als Medium dienen.