Erklärung zu einer Hausdurchsuchung im Zusammenhang mit dem Für LⒶu Haus

Am gestrigen Donnerstag, den 31. August 2017, fand einer Mitteilung der Roten Hilfe Ortsgruppe München zufolge eine Hausdurchsuchung bei einer_m meiner Unterstützer_innen statt. Derzufolge diente die Hausdurchsuchung der „Gefahrenabwehr“. Das bedeutet, dass die Polizei die_den Aktivist_in verdächtigt, eine Hausbesetzung geplant zu haben. Diesen Verdacht hatten die Bullen offenbar zuvor bei einer Verkehrskontrolle gewonnen, bei der Solidaritäts-Banner mit dem Für LⒶu Haus im Besitz der_s Aktivist_in beschlagnahmt wurden. Folgerichtig beschlagnahmten die Bullen vom Staatsschutz bei der Hausdurchsuchung auch mehrere Bettlaken, die ihnen zufolge zur Herstellung von Transparenten genutzt werden könnten.

Dabei haben die Bullen offenbar noch immer nicht verstanden, dass ich keine Gruppe von Aktivist_innen bin, sondern ein Umsonstladen. Umsonstläden, ebenso wie andere Häuser kann mensch nicht einfach verhaften und schon gar nicht auf eine Anklagebank setzen oder einsperren. Ich bin Ausdruck der massiven Wohnraumprobleme, die in ganz Deutschland, vor allem aber auch in München herrschen. Und diese Probleme lassen sich nicht mit Repression gegen diejenigen lösen, die sie anprangern.

Ich erkläre mich solidarisch mit der_dem von den Bullen drangsalierten Aktivist_in, die_der bereits erklärt hat, dass sie_er sich von solch primitiven Einschüchterungsversuchen der Polizei nicht unterkriegen lassen wird. Und ich rufe auch euch dazu auf, euch solidarisch zu zeigen. Jede_r hat ein Bettlaken zu Hause und einige von euch vielleicht auch ein wenig Farbe. Lasst uns am kommenden Sonntag, den 03.09.2017, ab 15 Uhr zusammen ein Soli-Cornern vor dem ehemaligen Schnitzelhaus (Holzapfelstraße 10), aus dem ich Ende Juli von den Bullen vertrieben wurde, gegen Polizeirepression veranstalten. Bringt eure Bettlaken und Farbe mit und bastelt das, wovor die Bullen in München offenbar am meisten Angst haben: Transparente!

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