Scheinbesetzung in München-Freimann

In der Nacht auf den 17. August haben Unterstützer_innen des Für LⒶu Hauses das sogenannte „mediahaus“ in München Freimann betreten und insgesamt 4 Transparente mit Solidaritätsbotschaften an das Für LⒶu Haus, sowie ein Transparent mit einer Solidaritätsbekundung mit der kürzlich geräumten Teppichfabrik in Berlin-Friedrichshain, aufgehängt.

Natürlich waren die Aktivist_innen längst über alle Berge, als gegen Mittag ein Großaufgebot der Polizei anrückte und mit „Spezialkräften“ rund eine Stunde lang das Gebäude nach den Besetzer_innen durchsuchte [1].

Die Aktivist_innen kritisierten in einem Bekenner_innenschreiben auf Indymedia die Vertreibung von Menschen mit keinem oder nur geringem, zunehmend stärker aber auch mittlerem Einkommen aus Städten. Da ist es geradezu zynisch, dass gerade in München, wo offenbar ein großer Anteil der Bullen einen Nebenjob annehmen muss, um dort überhaupt leben zu können [2], Hausbesetzungen so konsequent durch die Polizei beendet werden.

Mit ihrer Aktion wollten die Aktivist_innen einen Beitrag dazu leisten, dass „auch in München Hausbesetzungen von einer Kuriosität zu Routine“ werden. Deshalb rufen sie mit ihrer Aktion zur Beteiligung am massenhaften Cornern anlässlich der Rückkehr des Für LⒶu Hauses am Tag X Ende August/Anfang September auf.

Das Für LⒶu Haus freut sich sehr über diese Aktion und wünscht den Aktivist_innen auch weiterhin viel Erfolg bei ähnlichen Aktionen! Gemeinsam werden wir den „erzkonservativen CSU-Anhänger_innen, den Bullen und den Spekulant_innen“ kräftig auf die Nerven gehen!

Anmerkungen

[1] Ein Video vom Polizeieinsatz gibt es bei BR24.

[2] Siehe http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.gehalt-reicht-nicht-immer-mehr-muenchner-polizisten-brauchen-nebenjobs.e61a1f84-5798-4036-b740-252a67c18295.html

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