Pressemitteilung zur Räumung des „Schnitzelhauses“ durch die Polizei am 22.07.2017

Das am Samstag, den 22. Juli 2017 besetzte „Schnitzelhaus“ im Münchner Westend wurde nach wenigen Stunden durch Einsatzkräfte der Polizei geräumt.  Wahllos kontrollierten die Polizist_innen umstehende Personen, nachdem ihnen die Besetzer_innen entwischt waren und bewachten das Haus noch bis in die Nacht. Gegen Abend veranstalteten Unterstützer_innen ein „Massencornern“ gegenüber des Hauses, um ihre Solidarität mit dem besetzten Haus kundzutun.

Lange hat es das „Für LⒶu Haus“ im „Schnitzelhaus“ nicht gegeben. Bereits nach wenigen Stunden wurde der von Aktivist_innen eingerichtete Umsonstladen von Polizist_innen geplündert. Diese drangen in das besetzte Haus ein und nachdem sie darin keine Personen finden konnten, beschlagnahmten sie die im Umsonstladen befindlichen Gegenstände, die zuvor von Anwohner_innen gebracht worden waren. Damit zeigten die Polizist_innen, dass sie das Konzept des Umsonstladens nicht verstanden hatten: Gegenstände sollten bei ihren neuen Benutzer_innen Verwendung finden und nicht in Asservatenkammern verstauben.

Wohl deshalb, weil die Besetzer_innen schon vor der Räumung entwischt waren, kontrollierten die Beamt_innen daraufhin wahllos umstehende Personen. Wieder einmal versuchte die Polizei Sympathisant_innen einer linksradikalen Aktion einzuschüchtern!

Obwohl der_die Eigentümer_in Eingangstüren und Fenster im Erdgeschoss verstärken ließ, um ein erneutes Eindringen zu verhindern – übrigens im Falle einer erneuten Besetzung auch das Eindringen der Polizei –, bewachten Polizist_innen das Gebäude bis spät in die Nacht. Offenbar gilt in München nicht nur, dass Besetzungen binnen 24 Stunden geräumt werden, sondern auch, dass die betroffenen Eigentümer_innen einen Security-Dienst auf Staatskosten in Anspruch nehmen können.

Nichtsdestotrotz versammelten sich rund 100 Sympathisant_innen in den Abendstunden, um gegenüber des „Schnitzelhauses“ mit einem „Massencornern“ ihre Solidarität mit dem „Für LⒶu Haus“ kundzutun.

Auf ihrer Webseite kündigten die Aktivist_innen ein erneutes Auftauchen des „Für LⒶu Hauses“ an. Wo und wann, das verrieten sie bislang nicht.

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